Der Traum ist aus!

Heute habe ich eine blöde Situation beim Warten an einer Ampel erlebt. Gerade als ich aus dem Bürgerpark in meiner Heimatstadt Offenburg herausgefahren bin, hat mich das Verhalten zweier anderer Radfahrer aufgeschreckt, ja brüskiert.

Ich habe eigentlich nur die Straße überqueren wollen. Darum habe ich den Schalter gedrückt, um ‚Grün‘ anzufordern. Neben mir ist noch ein zweiter Radfahrer dagestanden. Auch er hat brav gewartet.

Da habe ich ein Klingeln gehört und mich umgedreht. Ich habe wissen wollen, woher dieses Geräusch kommt.

Ein Fahrradfahrer in vollem Tempo ist auf mich zugerauscht. Er hat versucht sich hinter mir durchzuschlängeln, und das ohne seine Geschwindigkeit zu drosseln. Geflucht hat er obendrein!

Da bin ich stehen geblieben. Es ist einfach ein Schreckmoment gewesen. Da hat mich vorne herum beinahe ein zweiter Fahrradfahrer angefahren. Auch der hat sein Tempo nicht gedrosselt und lieber gemeckert, gerufen und geflucht!

Kaum dass diese beiden merkwürdigen Gestalten verschwunden sind, hat die Ampel auf Grün umgeschalten.

Mir ist der Schrecken daraufhin noch eine Weile in den Knochen stecken geblieben. Ist das noch normal?

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Einfach gut

Was das Beste am vorherigen Tag gewesen ist, das habe ich noch nicht erkannt. Aber ich habe all meine Versuche es herauszufinden genau und eingehend betrachtet. Vielerlei kurze Gespräche haben da stattgefunden. Kleine Episoden des Glückes sind das gewesen, wie man es eben vom Alltag kennt. Jeder wird so etwas erfahren können. Und darum soll es auch etwas Gutes sein.

Was ist für mich denn überhaupt das Wichtigste des gestrigen Tages gewesen? – Auch das möchte ich mich fragen. So kommt es, dass ich das bedenke.

Ich könnte es nicht so klar ausdrücken, was mir von beidem jetzt gerade lieber ist. Aber es denkt sich mir die eine oder andere Episode meines Vortages erneut. So kann ich es auffassen und zuordnen. Manches verstehe ich dabei auch so, wie es sich für jemanden wie mich gehört, das zu tun.

Zwar habe ich wie sonst auch manches dabei ausgelassen und nicht so wichtig genommen, aber im Grunde ist der gestrige Tag nicht verkehrt gewesen. Was soll ich auch davon berichten? – Nichts habe ich mehr lieb, als einen guten Umgang mit für mich bedeutsamen Menschen. Ein solcher gestaltet sich so freundlich für mich, dass ich auch meinen Vortag schätzen kann. Im Großen und Gesamten gesehen ist er sogar regelrecht gut verlaufen. Damit habe ich am Morgen noch nicht gerechnet.

Ja, der Schlaf in der Nacht davor ist bei mir nicht so gut gewesen. Da habe ich Träume erfahren, welche einem schrecklichen Film eines üblen Kinoprogrammes geglichen haben, welches zwar populär sein wird, zugleich aber kaum jemand selbst erleben möchte. Und mit diesen Bildern im Kopf habe ich früh Morgens meinen Tag begonnen. Ein Wunder wird es da sein, dass dieser danach doch auf eine gänzlich gewohnte Weise verlaufen ist.

Explizit möchte ich hier sagen, dass ich nicht vom Inhalt dieses Traumes sprechen werde. Auch ist es für mich nicht von besonderer Bedeutung, andere Inhalte beispielhaft zu belegen. Das würde ich nicht so machen.

Vielmehr als das habe ich nun den Wunsch, es Ihnen als der eigentlichen Leserschaft dieses Beitrages zu vermitteln, wie ich mit meiner Situation gerade fertig geworden bin.

Alles Streben eines Menschen ist unnötig, so es nicht zu seinem Abschluss finden würde. Was nützt auch ein Paket voller unerledigter Aufgaben, und sei dieses auch noch so fest geschnürt? – Da lasse ich bereitwillig davon ab und gehe besser dazu über, mich zu fragen, was ich denn jetzt zu erleben wünsche. Und das ist alleine nur selten wirklich wenig bei mir gewesen.

Bevor ich aber nun hier einfach so schlapp mache und den Text, nachdem er im Sande verlaufen ist, beendige, höre ich jetzt einmal kurz auf mich selbst. Da klopfe ich erstmal meine Bedürfnisse dazu ab. Schlaf! – Ja, oh wie gut wäre der. Und es zieht mich dorthin, wo ich gestern diesen Albtraum gehabt habe. Leider ist dieser echt übel für mich ausgegangen. Nicht einfach ist es da, damit richtig umzugehen. Und, so finde ich es jedenfalls richtig, hier möchte ich mich dagegen stemmen und selbst etwas für meine Sache ausrichten können. Das würde doch nichts Unmögliches sein.

Der Anglerfisch

 

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