Die beleidigte Leberwurst

Heutzutage hat man fein mit allem aus dem Schneider zu sein.
Groß ist daher unsere Lust, es zeigt sich dennoch mancher Frust
an unseren Visagen auf, heda, alle haben einen Lauf.

Die Greta Thunberg, o lala, ist so ein kleiner Scheinzwerg, tatata.
Sie stellt sich selbst ganz cool mit einem Schild dahin,
schwänzt die Schul, macht was sie will.

Das kann doch wohl nichts Rechtes sein, nein.
Das darf jetzt jeder sagen. Was andere für Gedanken plagen,
das passt nicht zu unserem Lebenssinn. Spinn

doch, wer will. Geschehe, was soll. Toll.
Da hat ein Merzchen eine Schnute und postuliert ein Wortgetute.
Ein Oberbürgermeister, auch nicht feiner, macht die Greta nochmals kleiner.

Wie froh die doch sein kann. Wie krank die doch ist.
So hört man das Gequake. Ohne Frage bleibt da nichts.
Neidvoll spielen sie die beleidigte Leberwurst, trunken vor Durst

nach Staatsgewalt, Amt und Kohle. Keiner schaut auf Deine Sohle.
Das Bisschen Schuh muss uns ausreichen. Derweil, der Merzi ohne Gleichen,
rockt schwarz gefärbt im kapitalistischen Bann seinen Schwanengesang.

Der OB tut da nochmal so Weh, doch wirklich schmerzen tut der Bildpsychiater.
Der hat es leider richtig drauf. Ferndiagnose nebst Hellseherei,
da wünscht man sich, der Spuk wäre bald vorbei.

Doch täuscht ein solches Zeitgeschehen. Es sind nur Winde, die da wehen.
Das Bisschen Greta hat es euch gezeigt. Da habt ihr euch sie einverleibt.
Ihr macht Sie doch nur zu einem Gespött. Tröt, tröt.

Im Grunde seid ihr die Leberwürste.


Mathias Schneider, Offenburg, 27.09.2019 – Notiz zum tagesaktuellen Zeitgeschehen

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