Von der Technologie

Wunderbar!

Im Wirtschaftswunderland sind Wunder bald allein nur mehr unbekannt.
Man möchte sie nicht kennen, diese Sorten, welche als Retorten all der guten Postulate
ihre Zeit als Schwätzer vertreiben, das aber ist schade.
Und so kann es geschehen, derweil raue Winde wehen.

Raue Winde wehen viele, da ergibt sich manche Priele
im Wattenmeer und auch so sehr im schönen Berlin, da will man hin.
Dort schaut man es sich dann fragend an, was das für ein Wind sein kann,
der solch ein Wetter entfacht. – Und lacht.

Dabei ist es gar nicht gut zu Witzen, manch einer muss sogar schwitzen.
Geheimniskrämereien, schön verteilt, nicht zu verzeihen.
Eine Orgie der Kommunikation, nicht wahr, so ist das schon.
Ausgebreitet, welch ein Aderlass, und das macht so keinen Spaß.

Das Wissen um den guten Zweck hilft auch nicht bei solchem Dreck.
Wer glaubt, er sei da zu verschonen, darf selber dann seinen Kiel holen.
Was wird nicht alles preisgegeben, Daten für Daten, so ist das eben.
Der Datenschutz wird so zum Nichtsnutz.

Wer da glaubt, es geht nicht an, was hat der denn dafür getan?
Wer sagt, dass das ein Unrecht sei, macht seine Daten dadurch vogelfrei.
Was soll es noch diese zu schützen, wem soll so etwas denn schon nützen?
Kristallklar ist der Mensch dabei, wunderbar, ich troll mich frei.

Was möchte ich mich dagegen auch erheben, das ist doch solch ein schönes Leben.
So mulmig wäre mir da nicht deswegen, es sei denn ich wäre verlegen.
Da habe ich es angenommen, dass manches Menschen Auge sieht etwas verschwommen.
Und denken tue ich da auch, manch einer denkt an nichts außer seinem Bauch.

So schön ist das. Wie toll das ist. Trickreich ist der Datendiebe List.
Die haben, und das ist scheinbar zu ersehen, einfach nur so mitgeschnitten,
was da zwischen Bildern von Titten alles ist gar anzusehen.
(Ganz öffentlich und zu verstehen.)

Was soll man da noch sagen wollen, wenn die es treiben wie die Dollen.
Was soll man da noch machen? – Weinen oder lachen?
Wen kümmert in einer Demokratie das Wohl der Menschen, wenn, wie die,
welche so etwas preisgeben, alle doch führen ihr unbedachtes Leben.

Da kocht der Kessel über vor Schmutz, dafür gibt es den Datenschutz.
Preisgegeben ist der heute, Leute, das wird ein Fraß, ja so ein Spaß,
wenn alle das so machen werden, haben wir bald Klarheit hier auf Erden.
Dann wissen wir woran wir sind, ein Sklave wird man durch solch einen Wind.

Hat das alles einen Sinn? – Heda, sage ich ganz leise, spinn ich oder habe ich eine Meise?
Ist das alles zu verstehen oder bräuchte man es sich nicht anzusehen?
Keine Ahnung habe ich da. Es ist Sprachgestaltung, wunderbar.
So dichte ich mit Worten einfach etwas zusammen, soll es doch an den Wänden prangen.

Mathias Schneider, Offenburg, den 06.01.2019

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