Ein Bedenken gestalten

Der nachfolgende Text soll ein Beispiel für meine Arbeit als Sprachgestalter sein. Dieser ist heute, am 11.11.2018 zuhause bei mir in Offenburg entstanden. Er gibt eine Betrachtung wieder, welche sich mit dem Begriff eines ‚positiven Denkens‘ befasst. Ich hoffe Ihnen wird dieser Text zusagen. Vielen Dank. Grüße, Mathias Schneider

Unter dem geläufigen Begriff ‚positives Denken‘ versteht Mathias Schneider das eigenständige Bewerten eines Menschen auf einer Ebene der gedanklichen Interpretation. Das somit gegebene Bedenken eines Menschen soll die Dinge seines Daseins in primärer Weise behandeln, diese aber genauso gut ins Verhältnis zu anderen gegebenen Dingen setzen. Getreu einer Maxime der Renaissance, welche da lautet, dass der Mikrokosmos und der Makrokosmos in ihrer Natur gleichwertig sind, soll und kann der Mensch seine subjektiven Betrachtungen der eigenen Lebenswirklichkeit mit der kosmologischen Ordnung der größeren Gegebenheiten gleichsetzen und somit ein eigenes Urteilsvermögen bei sich selbst sicherstellen. Dieser Weg wird als Prozess richtig aufgefasst. Es ist ein Weg der Näherungen, es wird kein Weg der Konstruktion absoluter Richtigkeiten sein können. Solche absoluten Richtigkeiten sind dem Menschen für sein eigenes Dasein wenig vertraut. Die Nöte seines Lebens kann er zwar festmachen, doch eine ewiglich richtige Lösung wird es für keine Not geben können, da alles Lebendige einem inneren Wandel unterworfen ist. Genauso wird auch die kosmologische Ordnung der größeren Gegebenheiten mit einem Anteil behaftet sein, welcher eine Wandlung davon freisetzen kann. Das kann abgewogen werden. Diese Worte kann man gewichten. Man wird es dabei leicht feststellen können, ob diese für den Menschen selbst zutreffen. Für den Fall, dass sie das nicht tun würden, wird es wahr sein, dass ein solcher Mensch einen anderen Weg als diesen für sich selbst auffinden muss. Einen anderen Weg als diesen habe ich bisher nicht gekannt. Darum bin ich mit meinem Leben so vorgegangen, dass ich ihn, ab jenem Zeitpunkt, zudem er mir vorgestellt worden ist, zumindest berücksichtigt habe. Da habe ich es mir bald vorstellen können, dass dieser Weg ein Bild für die Wirklichkeit eines Menschen in sich trägt.

Ein solches innerlich vorkommendes Bild tritt also im Bedenken eines Menschen auf. Es steht in Bezug zur Lebenswirklichkeit eines Menschen und setzt diese mit der kosmologischen Ordnung des größeren Ganzen gleich. Viele Klötze ergeben einen Klotz. Viele Wasser ergeben ein Wasser. Solche werden als Gewässer oder Gebäude bezeichnet. Gleichermaßen ist das Bedenken eines Menschen zu verstehen. Seine innere Ordnung ist gleichwertig zur höheren Ordnung. Wie wunderbar es da doch ist, wenn man das erkannt hat. Da kann man selbst für diese ein Beispiel sein. Freilich bleibt man dabei Mensch. Man wird also näherungsweise ein Beispiel dafür sein, dass man einen Begriff der Ordnung des größeren Ganzen hat. Als ein solches Beispiel ist der Mensch zu verstehen. Er tritt also auch auf diese Weise in seinem Leben und Dasein auf.

Das soll ihm die geistliche Reife dazu verleihen können, um das Vorgegebene dieses Kosmos äquivalent zur Erscheinungsweise desselben vom Größeren auf das Kleinere wie auch vom Kleineren auf das Größere zu projizieren. Ein Kreis bleibt ein Kreis. Ein Quadrat, ein gleichseitiges Dreieck und der Kreis sind qualitative Größenordnungen, welche dieses Prinzip für die Geometrie bezeugen. Auch dann, wenn das in Frage gestellt wird, bleiben diese Elemente, was sie sind. Eine Bezugsgröße solcher Art würde alleine nur ein Beispiel dafür sein, welches uns im Alltag zur Konzeption von konstruktiven Merkmalen einer Zeichnung, eines Bauplans oder einer Figur dienen können. Wir kennen keine absolute Darstellung des Höchsten. Aber wir kennen die eindeutigen Elemente der Geometrie. Da es diese gibt und da wir aus diesen alle konstruktiven Merkmale einer Zeichnung herleiten können, welche ebenso eindeutig wie diese sind, wird es auch auf der höheren Ebene des größeren Ganzen dieser kosmologischen Ordnung solche eindeutigen Elemente auf drei unterschiedliche Arten geben können. Auch diese verhelfen der höheren Gegebenheit zur Ordnung der Dinge entsprechend ihres Willens, wie sie das auf der Ebene der mikrokosmischen Erscheinungsweise für uns selbst tun. Das sollen die Ideen der Ordnung sein. Kreis, gleichseitiges Dreieck und Quadrat bilden seine Struktur. Analog dazu kann man es sagen, dass Ordnung eindeutig ist. Eine Vieldeutigkeit des Gegebenen ist also gerade erst dann gegeben, wenn die Ordnung verloren gegangen ist. Diese Ordnung würde nun aber nicht der Welt verloren gehen, alleine nur weil der Mensch ihrer nicht habhaft sein würde. Getreu dieser Idee kann ein Mensch sich auf die Ordnung der Welt berufen, indem er sich auf deren Eindeutigkeit bezieht.

Eine Ordnung des Menschen gibt es keinesfalls. Der Mensch, für sich genommen, existiert nicht. Er würde so nicht vorkommen können.

Dagegen ist es anzunehmen, dass es eine Menschheit gibt. Diese verwirklicht die Ordnung des Menschen. Ordnung wird also auf der Stufe des Mikrokosmos eine den Gesellschaften und ihren Mitgliedern übergeordnete Größenordnung sein. Sie könnte von uns Menschen nicht erkannt und auch nicht diskutiert werden, weil es kein Bild von ihr gibt. Ein solches würde nicht herstellbar sein.

Ohne im Besitze eines Bildes davon zu sein, könnten wir uns selbst nicht derart bannen, dass wir es gewahren können, was diese ausmacht. Doch das würde nicht das letzte Rätsel sein, für das ich hier meine Zeit und meine Kraft zur Darstellung desselben aufbringe. Eindeutig ist das Bild. Wird es aber so eindeutig sein, besteht es durch solche Dinge wie das Quadrat, das gleichseitige Dreieck und den Kreis. Puh! Da haben wir es. So etwas würde sich nicht auffassen lassen.

Das Eindeutige wirkt in eindeutiger Manier auch weiterhin so, wie es durch sich selbst erscheint. Es besteht. Es bewirkt. Es handelt. Darum ist seine Form dreifach eindeutig. Es hat drei Arten sich zu emanieren.

Es wird leicht möglich sein, diese Worte auf der Ebene des Mikrokosmos zu lesen und zu bewerten, was die Aussage davon ausmacht. Es ist mir auch leicht gefallen, diese Worte zu notieren. Eine Übertragung derselben auf die Sphäre einer höheren Ordnung bedeutet nun gerade, dass diese Sache uns übertrifft. Wir Menschen sind uneindeutig in unserer Ausdrucksweise. Wir haben genauso viele Sprachen wie es Menschen gibt. Jeder Einzelne davon wird ein Sprecher einer Sprache, seiner Sprache nämlich sein. Haben wir also die Begabung erhalten, alles in eindeutiger Weise zu benennen, hat das doch keinen Einfluss auf die Kommunikation mit anderen Menschen. Jeder spricht seine eigene Sprache.

Dennoch soll die Eindeutigkeit der gegebenen Ordnung uns bekannt sein. Sie offenbart das Recht. Dank ihr können eine Strenge und eine Güte in unserem Dasein vorkommen. Diese beiden Qualitäten, die Strenge und die Güte sollen die Eigenschaften davon bestimmen, was Rechtsprechung ausmacht. Das wäre ihre natürliche Form. Diese wäre der menschlichen Erscheinungsweise entsprechend.

 

 

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