Weder noch… oder der Ausweg aus Absurdistan

Neulich, gerade eben und auch sonst habe ich das Gefühl bei mir wahrgenommen, dass etwas mit uns Menschen nicht so richtig stimmen würde. Wir haben so viele gute Gedanken, setzen auch manche davon um, aber es kommt doch unterm Strich etwas ganz anderes bei uns zum Tragen und hat dieses Dasein in einem nicht unerheblichen Ausmaß mitbestimmt. Da kann man machen, was man möchte, es bleibt, was es ist. Und unterdessen sehen wir ganz dumm aus. Wir verspielen nahezu täglich die Chance dazu, etwas zu ändern.

Wenn es etwas zu ändern geben wird, dann soll das begründet sein. Das wird so wahr und richtig sein. Diesen Anspruch kann man haben. Das ist gut gesprochen, finde ich. Bauen wir doch einfach etwas auf uns selbst und erscheinen an dieser Welt mit unserem Habitus, ganz gleich wie dieser ausfällt. Nehmen wir doch endlich daran teil und versuchen es, als Mensch damit zu bestehen, dass wir das tun.

Keimlinge setzt der Gärtner und züchtet mit diesen schöne Pflanzen für die Zier- und Nutzgärten. Warum sollte man es nicht einem solchen Gärtner gleichtun und auch selbst etwas auf sich und die eigenen Werke halten? Würde das nicht der Anfang aller Größe sein?

Überhaupt frage ich mich, aus welchem Grund es heutzutage so leichthin möglich ist, andere Menschen für deren Handeln zu diskreditieren, aber trotzdem so schier unmöglich, etwas aus eigener Kraft zu erwirken? Kann es wahr sein, dass dazwischen ein kausaler Zusammenhang besteht? Haben etwa in unserer kompetitiven Gesellschaft all die Menschen aufgehört an andere zu glauben? – Wäre das so gegeben, bräuchte man der Gesellschaft gegenüber auch keinen Dienst zu leisten. Dann hat diese versagt und ist des Menschen überdrüssig geworden.

Welchen Ausweg gibt es da? Und wie kann man aus eigener Kraft für sich selbst einen ordentlichen Weg generieren, welcher auch zu etwas Geeignetem führen wird?

Absurdistan ist ein sehr reales Land. Nichts würde dort wertgeschätzt sein, allem ist man überdrüssig. Wer das erkannt hat, würde sich dort nicht mehr sicher fühlen können.

Ein Ausweg aus diesem Jammertal wird das ‚weder noch‘ sein. Da bilde man einfache Sätze damit und schaue es sich an, wie weit man mit diesen kommen kann.

Man entziehe sich dem kümmerlichen Verdrehen des Gegebenen und achte wieder auf sich selbst. Böses und Gutes stelle man nebeneinander, Gutes und Schlechtes werde da endlich vereinigt. Warum auch soll etwas, das so spannend ist wie dieser Zusammenhang, langweilig genannt werden können?

Das Gute sollte sich nicht im Guten verlieren. Ebenso wenig sollte nichts Böses vom Gutartigen abgelöst werden. Heilkräfte zuhauf werden da aktiviert, anders würde das nicht gutgehen.

Absurd ist es meiner Meinung nach einen Gesunden für gut zu erklären. Ebenso aberwitzig empfinde ich es, wenn davon gesprochen wird, dass das Gute und das Böse einander opponieren. Wer hat damit angefangen? – Das frage ich mich da. Und doch habe ich diese Frage nicht erheblich gefunden. Sie gehört dazu, bringt einen aber kaum weiter voran.

Allein eine Welt wird den Menschen gegeben sein. Jeder muss in dieser sein Dasein fristen. Keinem soll es da besser ergehen als dem Schlechtesten von uns. Das fände ich fair und gerecht.

Ein Ausweg aus der Absurdität der scheinbaren Ordentlichkeit der Menschen hierzulande sollte nicht schwierig zu begehen sein. Man erlerne es einfach, sich selbst wieder zu vertrauen und eine eigentliche Meinung zu haben, welche aus dem wirklichen Schatz der eigenen Erfahrung erwächst.

Weder dies noch das haben einen anderen Menschen weitergebracht. Nichts würde gut für so jemanden sein. Alles wird also etwas Schlechtes sein. Damit zurechtzukommen tut Not. Es bleiben zu lassen würde dagegen nicht so sehr erforderlich sein, wie es ein Bestehen des Menschen ist.

Kommen wir doch trotz all dieser Fragwürdigkeiten, welche hier nun angesprochen worden sind, mit etwas klar und fragen uns es einfach einmal, was wir davon zu halten bereit sind! – Weder dies noch das wird für einen Sprachgestalter, wie ich es bin, erheblich sein. Und doch habe ich damit einfach wieder den blanken Nerv etwas Spüren machen wollen. Vielleicht wird ist es notwendig, sich es einmal klar zu machen, dass es einen solchen gibt und dass trotz diesem sogar vielerlei Dinge gegenwärtig falsch entschieden werden.

Da komme ich nun zum Schluss mit meinem Streich und endige das weitere Notieren eines solchen Schabernacks für den heutigen Abend. Gewiss hat mancher es gerne, sich mit meinen Inhalten zu befassen. Aber das würde nichts sein, was Bedeutung hat. Vielmehr als das soll es darum gehen, dass man sich beteiligt. Und als Beteiligter kann man geradezu etwas erlernen.

Vielen Dank

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