Die Geschichte um ‚Prinzessin Eden‘

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Titel: Prinzessin Eden, Aquarell mit Grundlinien aus Tusche, frei nach einer Geschichte von einer jungen Frau, deren Namen mir heutzutage nicht mehr geläufig ist.

 

Vor vielen Jahren, in einer Zeit als ich noch im Familienzentrum meiner Heimatstadt tätig gewesen bin, habe ich mit einigen Mitmenschen über meine Leidenschaft für das Malen und Zeichnen gesprochen. Da habe ich gut und gerne manches Bild hergestellt, frei aus meiner eigenen Hand ist das geschehen. Die Motive haben vielleicht mir entsprochen, aber manchmal haben diese das auch nicht getan. So kontrovers wie damals mein Leben von mir geführt worden ist, so ist auch meine zeitweise Malerei gewesen.

Oftmals habe ich nach einem Sinn für mich gesucht, jedoch keinen eigentlichen dabei entdecken oder gar vorfinden können. Auch meine Malerei hat mir dabei kaum etwas geholfen, mich selbst gut zu verstehen. Da ist es mir manchmal nicht gut damit ergangen. Und doch habe ich nach echten Auswegen für mich gesucht.

Bezogen auf meine Malerei habe ich die Auswege darin gesucht, Auftragsarbeiten für Bekannte und Freunde durchzuführen. Aber es ist alleine nur sehr selten zu solchen gekommen. Wirklichen Nutzen hat kaum jemand aus meinem Hobby bezogen.

Einmal jedoch hat mir eine junge Mitarbeiterin des Familienzentrums ihr Ohr geliehen und mir aufrichtig zugehört. Sie hat mich dann gebeten, dieses Bild anzufertigen.

Dazu ist es irgendwann nach vielen Monaten auch wirklich gekommen. Doch das hat eine Vorgeschichte, welche wahrscheinlich typisch für meine Persönlichkeit ist. Auch heutzutage wird das noch immer Gültigkeit bei mir behalten, was damals von mir als Bedingung für die Erstellung dieses Werkes vorgesehen worden ist.

Eine Regelung des künstlerischen Prozesses ist eine notwendige Voraussetzung für eine Auftragsarbeit. Da ich mich kenne, habe ich diese meinerseits auch verfügen können. Auf Rückfrage hat meine Kollegin ihrerseits der von mir für sie vorgesehenen Bedingung zustimmen können. Sie hat diese nachher auch erfüllt. Da hat es alleine nur noch ein paar Monate gedauert. Und ehe diese Frau das Familienzentrum wieder verlassen hat (ihr freiwilliges soziales Jahr ist da fast vorbei gewesen), habe ich kurzerhand das Bild erzeugt und ihr übergeben. Da hat sie sich gefreut und auch etwas dazu gesagt. Aber das ist persönlicher Natur gewesen und hat im I-Net nichts zu suchen. Darum schweige ich es aus.

Zu Anbeginn der Sache habe ich mit dieser jungen und auch angenehmen Person besprochen, dass sie mir die Geschichte, welche sie bewegt hat, in einem kurzen Aufsatz beschreiben soll. Das hat sie brav getan. So habe ich da bald ein Blatt Papier mit etwa einer halben Seite Text, die Idee der Geschichte von ‚Prinzessin Eden‘ eben, in ihren eigenen Worten verfasst, in Händen halten können.

Der Auftrag hat mich angesprochen. Darum habe ich auch in den Vertrag eingewilligt und diesem nachher auch entsprochen. Doch es hat Monate gedauert, welche von banger Erwartung und weiteren ungewissen Momenten begleitet gewesen sind. Ich habe es nicht gewusst, ob meine Umsetzung die richtige sein wird. Sie wird ihrerseits nicht gewusst haben, wie ich dieses Bild erzeugen möchte. Da sind wir beide sehr höflich miteinander gewesen. Sie hat mir keinen Druck gemacht, sondern einfach abgewartet, was da kommen wird.

Mir ist unterdessen noch nicht bewusst gewesen, wie ich dieses Werk gestalten soll. Da habe ich es mir gedanklich zuweilen ausgemalt, aber nichts davon richtig greifen können, was da bei mir an Ideen und Phantasien dazu vorgekommen ist. Doch die Beschäftigung mit dieser Materie hat etwas bewirkt. Zusehends hat sich der Schleier zu einer Wolke, bestehend aus eigentlich grundsätzlichen Ideen dazu verdichtet und somit etwas an Substanz hinzugewonnen. Da habe ich irgendwann einen regelrechten Eindruck davon erhalten, wie es zu gestalten ist.

Nichtsdestotrotz, also auch wenn der Gedanke da gewesen ist, das Bild zu erzeugen, habe ich noch mit der Ausführung zurückgehalten. Mich hat das im Grunde mobilisiert, dass ich nicht vorgeprescht bin. Da habe ich meine Ideen gesichtet, etwas ist auch dadurch geordnet worden.

Plötzlich ist es Wirklichkeit geworden und ich bin mit der Intention, heute das Bild zu zeichnen, nach Hause gegangen. Da habe ich das auch wahr gemacht.

Am folgenden Tag, beim Mittagessen ist es, so meine ich heutzutage, gewesen, habe ich der jungen Dame froh berichtet, dass die Grundlinien des Gemäldes bereits fertiggestellt sind. Es würde gewiss nicht mehr zu lange dauern, dann werde ich ihr das Bild zeigen und auch überreichen können. Am selbigen Tag bin ich nach Hause gegangen und habe die Grundlinien bunt mit Wasserfarben angefüllt und so das Werk etwas anheben können.

Nach dem Trocknen des Bildes (das dauert gewöhnlich maximal eine Stunde) bin ich nicht unzufrieden damit gewesen. Aber es hat mich auch keine Sicherheit erfüllt, dass es ankommen wird. Da habe ich also manche grundlegende Unsicherheit bei mir verspüren können.

Ich meine, dass ich dann am folgenden Tag das Werk zur Arbeit mitgenommen habe. So habe ich es der betreffenden Person dann auch wirklich in ‚Echt‘ überreichen können.

Da hat sie sich sehr gefreut. Eine kurze Absprache hat dann ergeben, was ich für die Sache erhalten soll. Das hat sie mir dann auch am Folgetag mitgebracht und somit ebenfalls den zwischen uns beiden geschlossenen Vertrag richtiggehend erfüllt.

Da alle zufrieden gewesen sind, hat es auch keine Zweifel über diese Sache mehr bei mir gegeben. So bin denn auch ich mit Freude erfüllt gewesen.

In jüngster Zeit ist die Photographie dieses Werkes sehr häufig von den Nutzern meiner Seite auf Flickr angesehen worden, sodass, wie ich gerade gesehen habe, es just heute 2.200 Anzeigen erreicht hat. Das habe ich mir zum Anlass genommen, diesen doch etwas informativen Text zu meiner Kunstsache anzufertigen.

In diesem Sinne wünsche ich mir noch weitere Möglichkeiten in der jüngeren Zukunft, um das eine oder andere Auftragsbild gestalten zu dürfen.

Merci

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