Am Leben vorbei…

Damit ich etwas tue, lasse ich alles Verkehrte einfach sein. Dann dauert es einen guten Moment, bis mir klar wird, was ich eigentlich möchte. Erdbeeren, Pizza, Erbsensuppe… Sowas in der Art schwebt mir dann vor, vorausgesetzt dass ich nicht zu hungrig bin. Denn dann habe ich oftmals nicht mehr die notwendige Power dafür, mir so etwas vorzustellen. Dann schmachte ich und schaffe es doch nicht. Am Leben vorbei eben.

So ist es mir mit vielem schon ergangen. Ich würde jedoch nicht sagen können, dass ich zu oft im Leben leer ausgegangen bin. Nein, das wäre so falsch.

Manchmal setze ich meine Mittel eben auf eine ziemlich unergiebige Weise ein. Dann misslingt mir manches, sehr zum Leidwesen all der guten Freunde und Verwandten. Diese haben immer wieder große Hoffnung auf mich gesetzt, und doch habe ich diese nicht immer so ganz erfüllen können. Das bringt das Leben leider mit sich.

Wer hätte es da gedacht, dass so etwas von mir gut geheißen wird? – Nun, vom Streben nach Höherem halte ich sehr viel, aber dennoch hat es mich nicht so sehr angespornt, das alles zu wollen, was mir vielleicht leicht fallen hätte können.

Viel eher als das habe ich vom Leben die volle Breitseite abbekommen wollen. Ich habe regelrecht danach verlangt. Irgendwann ist mir dieser Wunsch auch erfüllt worden. Mehrfach. Naja.

Heutzutage kämpfe ich mit etwas moderateren Mitteln im Alltag um meine Existenz und deren Wertgefüge. Ich treibe weder mich noch andere dazu an, etwas so Schreckliches zu verlangen, wie ich das zu früheren Zeiten getan habe. Konfrontationen zuhauf haben sich damals so leicht und einfach hervorrufen lassen, dass mir das bereits zum Verhängnis geworden ist. Da sind aus Mücken Elefanten und aus Elefanten dann schließlich ausgewachsene Schwierigkeiten bei mir geworden. So etwas habe ich drauf.

Da komme ich im Nachhinein nicht mehr umhin es so auszudrücken. Das ist doch ein richtiger Haufen Mist, was ich bis heute geleistet habe. Und nun gelte es Besserung zu geloben.

Das wäre die richtige Schlussfolgerung aus dem Zeug, was von mir bisher zu Wege gebracht worden ist. Ich Döskopp! Was träumt sich mir da!

Gedanken und wieder Gedanken mache ich mir. Berge von Ideen, welche ich durchschaue, aufgreife, ziehen lasse. Was auch immer.

Es ist so bei mir. Ich drehe am Rädchen und erfreue mich am eigenen Gespür dabei. Manches schwäche ich so ab, anderes stelle ich in knallig bunten Farben dar. Das eine will ich klar und deutlich hervorheben, das andere wird von mir aufgehoben und entfernt. Düsteres Treiben eines spielerisch Kämpfenden, welcher auch noch zeitweilig mit den Worten ringt.

Was mache ich da? – Konkret stelle ich mir diese Frage. In jedem weiteren Moment erblicke ich mein Schicksal und komme mir gegenüber diesem selbst etwas dämlich vor. Ja, was will ich denn? Wer, wenn nicht ich sollte das wissen?

Und so bleibe ich, was ich bin. Auch wenn das doof sein wird, ich habe es so hinzunehmen. Am Leben vorbei ist etwas anderes. Dafür ist dieses Dasein zu intensiv. Und täglich erfahre ich etwas mehr davon.

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