Sprachgestaltung als Moment einer Innenschau

Hitzige Stimmungen erlebt man bei den Menschen derzeit. Da hat bald jeder etwas, was für ihn ein gefundenes Fressen ist, und über das er sich inbrünstig auslassen möchte. Dank der sozialen Medien ist das in einem gewissen, aber dennoch begrenzten Rahmen auch möglich. Diese Akte der Sabotage wird schon keiner mitbekommen, denkt man bei sich vielleicht. Es ist ja nicht ganz so öffentlich gesagt worden, meinen da manche offensichtlich. Und es haben viele Menschen mit dieser Destination selbst etwas kund zu tun. Dabei wird das Mitgeteilte zuweilen umso wirrer, je wichtiger diesen das gesagte Wort zu sein scheint. – Das nennt man dann wie? – Ich habe keine Ahnung. Aber ich kann leider auch kaum etwas davon richtig zuordnen. Es ist einfach schwierig das zu versuchen, wenn jemand ohne den Satzbau der uns vorgegebenen Sprachvariante zu beachten, diese für quasi aus ihm heraus gegrunzte Ansammlungen von Silben und anderen Gruppierungen von Buchstaben gebraucht. Gehör möchte er vielleicht finden. Anerkennende Worte möchten da ebenfalls aufkommen. Eine nicht gar so einfach zu lösende Aufgabe würde das dennoch für mich sein.

Ich bin bisher nicht dazu begabt gewesen, die Dinge klar zu sehen oder gar im hellen Schein meiner Gedanken im Voraus zu erahnen. Das würde auch in Zukunft nicht anders als so bei mir sein können, erwarte ich da. Meine Vorstellung von diesem Dasein begreift die eigentliche Begrenzung meiner Befähigung und Fertigkeit besser, als die offensichtliche Freizügigkeit, mit welcher andere Menschen die Bedeutung ihrer Meinung untermauern. Deren Selbsteinschätzung, so kommt es mir vor, ist so gering von ihrem Wahrheitsgehalt, dass diese sich auf ein durch das gegenwärtige positive Recht, welches nichts anderes sein würde als ein Zwang, dieses geltende Recht zu akzeptieren, weil es den Rechtsgrundsätzen des Grundgesetzes entsprochen hat und das auch weiterhin so tut, begründetes Wissen um das Recht des Einzelnen beruft. Das Recht des anderen Menschen, das Recht der anderen Menschen, das Recht von Gemeinschaften und allen Arten von Gruppierungen einer Bevölkerung im Inland und Ausland, von der eigenen Nation und von allen anderen Nationen genauso bleiben dabei unbehandelt. Was diese aber keineswegs bleiben werden ist mit folgendem Adjektiv gut zu verdeutlichen: unberührt.

Wenn nun aber die Unberührtheit des Einzelnen eine Unversehrtheit beinhaltet, dann kann diese alleine nur dann ihre Gültigkeit als Realität erzielen, wenn jeder daran in gleichem Maße beteiligt ist, aber nicht dadurch benachteiligt sein würde.

Meinungen, welche andere Menschen beeinträchtigen, sind genau darum keine gewesen, weil die dadurch erzielte Gewalt über den Menschen akut geworden ist. Angriffe, und seien diese auch verbaler Art, haben eine Folgeerscheinung. Diese würde, anders als es bei einer Meinung der Fall ist, nicht alleine nur etwas sein, was den Meinenden selbst bedingt hat. Es bedingt die Menschen überhaupt. Andere Menschen können das sein, welche dadurch betroffen sind. Und es können genauso gut oder schlecht auch ganze Gruppierungen einer Gesellschaft, welche rechtmäßig bestehen, durch den Einzelnen angegriffen, diffamiert und gebeutelt werden.

Jede Gruppierung kann also das Opfer von Attacken werden. Wie soll das angehen? Und wie soll das überhaupt zu erklären sein, wenn nicht durch einen geringen und vielleicht zuweilen sogar niederträchtigen Wesenszug des Ausübenden einer solchen Gewalt?

Vielmehr ist nicht alleine nur das Individuum bei seiner Meinungsbildung zu schützen, sondern auch das, was die Fähigkeit zur Bildung einer Meinung toleriert, hat dafür zu sorgen, dass Meinung und Attacke, Gewalt der Worte und Gewalt der Lüge nicht all zu sehr miteinander verwechselt werden könnten, sondern auch weiterhin klar unterschieden werden können. Schließlich ist unser Rechtssystem doch auch bisher schon für etwas gut gewesen. Manches wird da geradegerichtet durch die Rechtssprechung. Verständliche Urteile münden in einen Begriff des Gegebenen.

Und doch ist das mediale Zerreden der Gedanken ein Zerwürfnis unserer Gesellschaft. Diese Folgeerscheinung der technischen Möglichkeiten einer Gegenwart, welche das Internet kennt, macht das offensichtlich, würde jedoch nicht die Ursache dieser menschlichen Verhaltensweise sein. Jeder kocht mittlerweile an diesem Brei mit, welchen wir da vorfinden können. Dieser wirkt sich zeitweise schicksalsträchtig auf unsere Kultur aus. Die entscheidende Zutat hat manch einer schon hinzu gegeben, was dieses Gebräu auch nicht schmackhafter gemacht hat. Fade ist da selbst der Tenor der hungrigen Kostenden, welche dieses Essen ‚loben‘. Zumindest scheint das zuweilen unglaubwürdig zu sein, was da und dass da überhaupt etwas gelobt wird. Das Beispiel dazu möchte ich aus strategischen Gründen jetzt jedoch nicht hier ausdrücklich benannt wissen. Dieses gebe ich dort wieder, wo ich von diesem heutigen Beitrag selbst etwas zu erzählen gedenke. Es ist also das Extra für ein Gespräch mit realen Personen, und mir nicht für den Moment der Erzeugung dieses Textes relevant erschienen.

Ausgangspunkt des Vorhabens, dieses Stück eigenes Gedankengut von mir selbst aufzuschreiben, ist die sprachliche Überlegung gewesen, welche ich nun im Nachhinein noch zusammen zu bekommen versuchen möchte. Diese hat den vorherigen Beitrag meines Weblogs zu interpretieren versucht. Da habe ich die Worte gedreht und gewendet, um es als Idee mir wieder greifbar zu machen, was ich eigentlich gerade auf den Punkt zu bringen versuche.

Doch es ist, wie es ist, nach wie vor geblieben. Ich habe die Sequenz der vorher gedachten Worte im Moment nicht parat behalten.

Es ist ein gedanklicher Entwurf gewesen, weiß ich da noch darüber zu sagen. Mittels diesem habe ich auf jene durch die Überschrift dieses Beitrags angedeutete Sache eingehen und darüber hinaus es auch noch belegen wollen, dass ein Recht mehr wiegt als ein Unrecht. Das Recht setzt sich quasi selbst als ‚Bedarf‘ gegenüber dem Unrecht, für welches kein ‚Bedarf‘ bestehen soll, durch.

Jene, bei der Innenschau eines Menschen durchgeführten Bewertungen haben immer das Recht in ihrem Sinn behalten und es über das Unrecht gestellt. Das ist meine Vorstellung von Ordnung. Zu früheren Zeiten ist sie das gewesen, hat aber auch weiterhin Bestand für meine Innenschau behalten.

Auch hier führe ich die dazu anwendbaren Beispiele gerne zu anderer Zeit an anderem Orte durch, weil solche Sachverhalte auf eine Situation passend gemünzt besser von einem Zuhörer angenommen werden können. Die Situation lässt sich keineswegs generalisieren oder gar für beliebig abtun. Eine Situation ist immer die positionelle Konfiguration jenes Sachverhaltes, welcher den Ausgang der Dinge möglich macht. Dieser ist definiert, aber nicht generell gleich oder gar identisch und darum auch keineswegs im Voraus bekannt.

Somit sind jetzt bereits zwei Bedingungen einer Sprachgestaltung bekannt, weil deren Vorhandensein hier Gültigkeit erlangt hat. Durch die speziellen Worte hier ist es bekannt geworden, was ich nun sagen möchte. Da wissen wir nun, dass ein Beispiel, nicht ohne die Wertigkeit eines Moments zu erfassen, gegeben werden sollte. Und wir wissen es, dass wir für uns einen solchen Moment klar verständlich erfassen können, so dieser auch wirklich gegeben ist. Der Verlust dabei wird alleine nur scheinbar sein. In Wahrheit ist es eine Ersparnis. Etwas an Verwirrung wird durch diese vor ihrer Entstehung überhaupt bereits aufgehoben. Da hat es der Mensch leichter damit, sich zu verwirklichen.

Und es wird uns jetzt auch bereits der Nutzen oder die direkte Folge dieses Vorgangs einer Beschränkung von uns selbst beim Mitteilen eigener Gedanken klar sein können. Wir bewahren die Kausalität des Moments. Der uns offenbare Gedanke wird da als Grundlage der eigentlichen Entscheidung anerkannt und auch so von mir wahrgenommen. Diesem Gedanken getreu bilde ich meine Idee davon zu einer verdichteten Assemblage aus, diesem Text eben, wie er hier vorkommt und ihnen gerade erschienen ist.

Doch was wird der Schlüssel zu dieser Art von Gedanke sein? Durch welchen inneren Vorgang eines Menschen wird mein Wort zu erschließen sein? – Da denke ich nach. Etwas davon möchte ich Ihnen vorzeigen. Folgende Fragen stellen sich mir. Diese benenne ich bereitwillig und gerne, weil sie direkt mit dieser Sache, welche ich hier behandle, in Vereinigung bestehen.

  • Wie kann ich es erreichen, dass meine Worte das Ziel meiner Intention erreichen und dieses nicht etwa verfehlen würden?
  • Mit welcher Idee kann ich mich meinen Mitmenschen eindeutig zu verstehen geben und welche andere Idee scheidet aufgrund ihrer eigentlichen Beliebigkeit von vorneherein aus?
  • Welcher Gedanke tritt bei mir zeitnah auf und wie kann ich diesen in Einklang mit dem bereits aufgeschriebenen Wort halten?

Zurück wende ich mich jetzt an den Ausgangspunkt dieses Textes. Die da erwähnten hitzigen Momente im Alltag bedenke ich da nochmals bei mir. Wie diese doch das Dasein beschweren können!

‚Wenn jene in Not von jenen ohne Not etwas zugeteilt bekommen, was die Not aufheben soll, dann erkennt man dieser Sache doch leichthin an, dass da ein Problem bei der Kompetenz zur Erfüllung dieser Aufgabe offensichtlich wahr werden oder gar vorherrschend sein kann.‘ – Das ist der ungefähre Wortlaut des Gedankens, welcher mich zur Abfassung dieser Schrift gedrängt hat. Jetzt habe ich ihn endlich erinnert.

Diesen habe ich ursprünglich sprachlich zerpflücken wollen, um die Bedeutung der Sprachgestaltung für eine Fertigkeit im Bedenken des Gegebenen zu untermauern. Aufgrund der aber nun bereits anderweitig erfolgten Fülle der Mitteilung meiner Gedanken und Ideen gehe ich davon aus, dass eine Erklärung zu diesem Satz nicht weiter gefordert zu werden bräuchte. Der Text würde durch eine Veränderung der Gedankengangs inkohärent werden können und ich somit Gefahr laufen, es zu übertreiben oder gar den roten Faden in diesem Labyrinth aus Worten aus der Hand zu geben. – Dem sei zu entsprechen.

Die Sprachgestaltung, in ihrer Funktion als Mittel zur Innenschau und einer Erfahrung jener Momente dabei, welche da vorkommen können, hat derweil dennoch ihre Früchte hervorgebracht, was nicht unbedingt verachtet werden sollte.

Möchten meine Gedanken auf manchen zuweilen auch arg gestelzt gewirkt haben, ja das hier sogar wie eine müssige Unternehmung von mir erscheinen, so habe ich das doch geleistet und kann mich da kaum herauswinden. Meine Betrachtung des Rechtsstaates, wie er gegeben ist, möchte ich keinesfalls zitiert wissen. Diese ist spekulativ von mir durchgeführt worden und hat kein Studium der Bücher dazu bei mir mit sich gebracht. Keineswegs bin ich legitimiert dazu, dieses Rechtssystem zu beurteilen oder gar zu bewerten. Möchte ich mit mancher dieser getroffenen Aussagen auch die Ordnung erkannt und da so manches zurecht preisgegeben haben, was mir an Gedanken und Ideen schon dazu eingekommen ist, so bin ich dennoch nicht in der Verfassung gewesen, so etwas richtiggehend zu bestimmen.

Das soll kein Herauswinden aus einer Schlinge sein, was ich da zuletzt sage. Es ist eine Selbsteinschätzung, welche meine vermeintliche Selbstüberschätzung relativeren soll. Was da manchmal von mir geäußert worden ist, hat vielleicht nicht immer Hand und Fuß besessen. Ich wüsste das nicht festzulegen.

Eines kann ich jedoch getrost Ihnen als Leserschaft mit auf den Weg geben. Mein Verständnis von der uns durch diesen Staat garantierten Meinungsfreiheit hat immerzu auch die folgende Variante davon zusätzlich noch zum Recht auf das Sprechen von Worten beinhaltet: Nämlich mein Recht, es gerade nicht mitzuteilen. Meinungsfreiheit wird so zu einer Barriere. Sie kann nicht alleine nur aktiv eingesetzt werden, beim Sprechen etwa, sondern auch passiv, quasi als Schutz.

Vielen Dank

 

 

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Beliebigkeit als Machtmittel

Neuere Nachrichten der letzten Tage scheinen Unglaubwürdiges zu Tage zu fördern. Da wird mit ganz heißem Feuer gespielt. Und jene, welche das tun, zündeln damit an der Existenzgrundlage anderer Menschen herum. Was wird sein, wenn diese verloren geht?

Offensichtlich ist es so, dass die eigene Existenz dieser Herren und Damen nicht von solchen Nöten betroffen ist, wie andere das durchweg aus ihrem Dasein kennen. Ein Irrweg entsteht.

Platte Reifen und brennende Häuser sehe ich da herbeikommen, und das ist mir nicht einfach so geschehen, sondern bedingt durch die Erkenntnis, dass es im Gefängnis wenigstens etwas zu Essen gibt. Oder Krankenhäuser, welche ambulant Essen ausgeben, um die eigenen Ressourcen zu limitieren. Wer will schon, ja wer kann schon ohne etwas zu Essen auskommen?

Ein Zustand regelmäßiger Fehlernährung führt notgedrungen zum Krieg einer anderen Art. Kriege ich bitte ein Brot? Kriege ich bitte einen Apfel? – Oder gleich mit Ausrufezeichen versehen. Ich bekomme das Brot! Ich nehme mir jetzt mal den Apfel!

Was manch einer vielleicht als verquere Reaktion von mir abtun wird, ist eigentlich eine empathische Reaktion von mir auf heutige Nachrichten, gelesen auf einer öffentlichen Plattform im Internet. Das lesen viele. Ob es diese auch wirklich interessiert, das könnte ich nicht sagen. Wahrscheinlich ist der Sportteil wichtiger. Doch was hat man von einem Sportteil noch, wenn einem der Stuhl unter dem Hintern brennt?

Ach, übrigens ist der Sport wegen seiner Fairness als Vorbildfunktion für junge Menschen leidlich ungeeignet. Da wird gedopt, um sich Vorteile zu verschaffen. Es wird das Material frisiert. Zudem führen Beleidigungen mitunter indirekt zu Siegen. Beispiele dafür hat es schon einige gegeben. Mir ist jeweils eines bekannt, aber ich habe ja auch nicht den Sportteil gelesen. Ich repetiere das aus der Erinnerung an frühere Fernsehabende und anderen Quellen.

Fairness und Leistung sollen beim Sport Hand in Hand gehen. Kompetitive Wettbewerbe ohne Fair Play sind jedoch eine Farce.

Die politische Landschaft von heute hat dem nichts entgegenzusetzen. Doch sie nimmt zusehends das Fair Play heraus. Der Leistungsdruck wird erhöht. Da setzt es schnell mal eine Ohrfeige für den, welcher nicht gekonnt hat, was er gesollt hat.

Die Kultur der Ohrfeigen ist im Kommen, scheint es mir. In Deutschland verrohen die Sitten auf allerhöchster Ebene. Bis in die staatstragenden Organe hinein dringen jene vor, welche festzulegen bereit sind, wer existieren darf und wer nicht. Da wird doch wer ausgegrenzt, denke ich schlüssig weiter. Eine Existenz ist die Grundlage jeder bürgerlichen Mitverantwortung.

Doch die Hirngespinste der Erzeuger eines solchen Leistungsdrucks reichen weit und gehen tief. Dabei möchte ich gerne wissen, welches Zugpferd da drückt und welche Mittel das sind, welche es dafür einsetzen kann.

Ist es nicht eher die Spirale der Bereicherung gewesen, welche zusätzlich zur Selbstermächtigung einiger solcher Gesellen, Genossen, Proleten oder was auch immer denen als Aspiranten der neuen Stärke in diesem Land zur Motivation dient? Ja, wer hat etwas, und warum sollte das diesem nicht dafür ausreichen können, um sich aus dieser Gewaltspirale nicht doch heraushalten zu wollen?

Gewalt führt zu Gewalt. Erhöhen wir die Staatsgewalt, würde da auch Gegenwehr nicht unwahrscheinlich sein. Stellen wir aber die Lebensgrundlage von Menschen zur Diskussion, ja schaffen wir diese ab, dann ist sie bereits legitimiert.

Selbst im alten Rom hat noch der Grundsatz ‚Brot und Spiele‘ gegolten. Da die Spiele für viele bereits ausgefallen sind, weil eine Teilhabe daran aus gewissen Gründen nicht mehr möglich gewesen ist, ist nur mehr das Brot geblieben. Nimmt man das diesen Menschen auch noch weg, dann bedarf es alleine nur noch eines weiteren Neros, um klar zu machen, welche Zustände wirklich vorherrschen.

Das Spiel mit dem Feuer kann teuer sein. Und es gibt manchmal keine Möglichkeit, es dem Feuer zu verbieten, seinen Dienst zu tun.

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Unmoralisches und darüber hinaus

Ein kurzer Abriss meiner Lebensgeschichte macht mich Nachdenken. Aufgewachsen bin ich im Krieg. Ein kalter Krieg ist das zwar gewesen, aber es war sogar ‚der kalte Krieg‘. Ein weltumspannender Vorgang, welcher mir manchen Schrecken eingejagt hat. Vielleicht sind Pershing II Raketen, welchen auf einen selbst gerichtet sind, für manchen keine ‚Bedrohung‘, welche er zu realisieren vermag. Mir ist das jedoch nicht so ergangen. Ich habe mich vor einem Vollzug dieser Waffenmaterialien gefürchtet. Und der vielgepriesene ‚Knopfdruck‘, den wir damals von einem heißen Krieg entfernt gewesen sind, hat da auch wenig Trost gestiftet.

Irrsinnig große Waffenarsenale bestehen auf dieser Welt. Doch das ist kein Popcorn, was da immer weiter ausgefeilt und raffiniert mit Technologie versehen wird. Es dient zum Zerstören der Lebensgrundlage von Menschen.

Dann, wenn Menschenleben nichts zählen, hat man einen Zustand, wie ihn Deutschland in den Jahren vor 1945 erfahren hat. Das ist ein zweiter Faktor für die Angst, welche mich zeitweise umtreibt. Menschen, die etwas Unmenschliches tun. Gründe hierfür darf man keine nennen. Das möchte ich betont wissen. Denn, wer eine Begründung für einen solchen Irrsinn liefert, welcher unendliches Leid hervorruft, der muss eine Psychose oder etwas ähnliches haben. Er kann keineswegs Recht behalten.

Neuerdings habe ich auch noch eine dritte Art der Angst entwickelt. Diese macht mich hellwach, aber ich würde sie nicht abstellen können. Es ist die Angst, dass wir Menschen für jene, denen wir noch immer zu vertrauen versuchen möchten, uninteressant geworden sind.

Eine gewisse Schicht der Bevölkerung der westlichen Nationen hat sich von der übrigen Zivilisation entfremdet. Dort verfügt man über Kapital und Wissen. Unser Kapital wird derweil weniger, das Wissen von uns zudem zunehmend unbrauchbar. Dieses wird weder nachgefragt, noch ist es etwas wert.

Aber, so doof ich damit auch argumentiere, etwas weiß ich aus eigener Überlegung heraus. Und diese Überlegung stelle ich hier nun einmal an. Ich mache das öffentlich auf meinem häufig gelesenen Blog. Was soll da auch dagegen sprechen.

Es ist der Gedanke, dass auch Waffen ein Haltbarkeitsdatum haben, eine Sache, welche ich in der medialen Diskussion um aktuell geführte Kriege reichlich vermisse.

Vielfach werden die Politiker sich fragen, ob sie die teuren Mittel, welche gerade ihre Potenz als Macht in der Welt verkörpern, einsetzen wollen, oder ob sie diese verschrotten lassen. Letzteres wäre teuer.

Zudem kann man sich mit mancher kriegerischen Aktivität ein Denkmal in den Geschichtsbüchern setzen. Wer Macht hat, der setzt diese auch ein!

Dabei stelle ich mir auch zuweilen die Frage, was denn für ein Kriterium erfüllt sein muss, um anerkennen zu können, dass ein Großteil der Welt zugleich kriegerisch aktiv ist? – Diese Fragestellung hat für manche jedoch lediglich einen cineastischen Charakter.

Doch darüber hinaus führen wir Menschen auch noch einen Krieg gegen unsere eigene Natur. Wir entfremden uns zunehmend von uns selbst. Diesen Vorgang kann man am Umgang der Menschen mit sich selbst am klarsten vernehmbar ablesen.

In geradezu irrationaler Weise sortieren wir Kunststoffbecher und trennen diese vom Hausmüll. Damit, so meinen wir, haben wir einen Beitrag zum Umweltschutz geschaffen. Doch auch ich weiß keinen Rat. Und das macht mir Sorgen.

Ob dadurch unsere Lebensgrundlage zu erhalten sein wird, wenn wir diese zugleich für einen Großteil der Welt durch unsere Machtmittel, die Waffen wie auch die von uns so gerne in den Vordergrund gerückte Wirtschaftskraft zu bedrohen wissen, halte ich für ausgesprochen bedenklich. Das von der westlichen Hemisphäre ausgehende Potential ist für die übrige Welt gewiss nicht angenehm zu verspüren. Und daran sollten eigentlich auch Kunststoffbecher in gelben Säcken nichts ändern.

 

 

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Talfahrt

Hundert Hugenotten, welche, völlig von den Socken,

es dennoch kaum glauben können, rennen

um ihr Leben. So etwas sollte es nicht geben

müssen. Man träumt von Pistolenschüssen.

 

Hundert Mann, so völlig aufgedreht, denken es sei zu spät

für ein ruhiges Lebensglück. Das ist doch verrückt.

Und alleine nur die Religion, neu erdacht und aufgefunden,

bedingt den Hohn, dass sie sich so sehr geschunden.

 

Es ist doch der freie Wille eines Menschen einfach so

etwas, was ihn erfüllt und auch macht froh.

Das will jedoch der andere nicht. Was der verspricht

ist zuweilen Tot und Untergang. So geht das schon lang.

 

Da wiegeln jene uns so stark auf,

zu früheren wie zu späteren Zeiten,

und wir versäumen es zuhauf,

dagegen anzugehen, ja mitzustreiten.

 

So kommt die Talfahrt in die Welt?

Ach was, die ist es doch, was uns zusammenhält.

Wir haben viel und brauchen bald noch mehr.

Einfluss und Geld haben auch große Bedeutung, bitte sehr.

 

Wer sich damit rühmen kann, dessen Geschichte währt noch lang.

Seine Taten erscheinen bedeutend. Entscheidend

würde aber solches Wissen doch nicht sein.

Der Mensch ist eben von Grund auf etwas klein.

 

Kleinliches kann er leicht geschehen machen.

Doch, bitte verzeihen sie das mir, er streut da Salz ins fade Bier.

Und so erinnern wir uns nicht so gerne

an solches, was wir gerne ferne

 

haben würden. Nichts soll uns so beschweren.

Es ist eine Talfahrt ohne Ende.

Wer wird das einmal zurecht kapieren,

dass es selten kommt zur Wende.

 

Gar kostbar ist das Gut des Lebens.

Alles eigentliche Streben wird vergebens

geleistet, so muss es sein.

Den Berg herunter läuft es nämlich von allein.

 

14.04.2018 in Offenburg

Mathias SchneiderWeltenbummler - Kopie (3)

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Einfach gut

Was das Beste am vorherigen Tag gewesen ist, das habe ich noch nicht erkannt. Aber ich habe all meine Versuche es herauszufinden genau und eingehend betrachtet. Vielerlei kurze Gespräche haben da stattgefunden. Kleine Episoden des Glückes sind das gewesen, wie man es eben vom Alltag kennt. Jeder wird so etwas erfahren können. Und darum soll es auch etwas Gutes sein.

Was ist für mich denn überhaupt das Wichtigste des gestrigen Tages gewesen? – Auch das möchte ich mich fragen. So kommt es, dass ich das bedenke.

Ich könnte es nicht so klar ausdrücken, was mir von beidem jetzt gerade lieber ist. Aber es denkt sich mir die eine oder andere Episode meines Vortages erneut. So kann ich es auffassen und zuordnen. Manches verstehe ich dabei auch so, wie es sich für jemanden wie mich gehört, das zu tun.

Zwar habe ich wie sonst auch manches dabei ausgelassen und nicht so wichtig genommen, aber im Grunde ist der gestrige Tag nicht verkehrt gewesen. Was soll ich auch davon berichten? – Nichts habe ich mehr lieb, als einen guten Umgang mit für mich bedeutsamen Menschen. Ein solcher gestaltet sich so freundlich für mich, dass ich auch meinen Vortag schätzen kann. Im Großen und Gesamten gesehen ist er sogar regelrecht gut verlaufen. Damit habe ich am Morgen noch nicht gerechnet.

Ja, der Schlaf in der Nacht davor ist bei mir nicht so gut gewesen. Da habe ich Träume erfahren, welche einem schrecklichen Film eines üblen Kinoprogrammes geglichen haben, welches zwar populär sein wird, zugleich aber kaum jemand selbst erleben möchte. Und mit diesen Bildern im Kopf habe ich früh Morgens meinen Tag begonnen. Ein Wunder wird es da sein, dass dieser danach doch auf eine gänzlich gewohnte Weise verlaufen ist.

Explizit möchte ich hier sagen, dass ich nicht vom Inhalt dieses Traumes sprechen werde. Auch ist es für mich nicht von besonderer Bedeutung, andere Inhalte beispielhaft zu belegen. Das würde ich nicht so machen.

Vielmehr als das habe ich nun den Wunsch, es Ihnen als der eigentlichen Leserschaft dieses Beitrages zu vermitteln, wie ich mit meiner Situation gerade fertig geworden bin.

Alles Streben eines Menschen ist unnötig, so es nicht zu seinem Abschluss finden würde. Was nützt auch ein Paket voller unerledigter Aufgaben, und sei dieses auch noch so fest geschnürt? – Da lasse ich bereitwillig davon ab und gehe besser dazu über, mich zu fragen, was ich denn jetzt zu erleben wünsche. Und das ist alleine nur selten wirklich wenig bei mir gewesen.

Bevor ich aber nun hier einfach so schlapp mache und den Text, nachdem er im Sande verlaufen ist, beendige, höre ich jetzt einmal kurz auf mich selbst. Da klopfe ich erstmal meine Bedürfnisse dazu ab. Schlaf! – Ja, oh wie gut wäre der. Und es zieht mich dorthin, wo ich gestern diesen Albtraum gehabt habe. Leider ist dieser echt übel für mich ausgegangen. Nicht einfach ist es da, damit richtig umzugehen. Und, so finde ich es jedenfalls richtig, hier möchte ich mich dagegen stemmen und selbst etwas für meine Sache ausrichten können. Das würde doch nichts Unmögliches sein.

Der Anglerfisch

 

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Reise ins Nirvana

Heute, so nach fünfundzwanzig Jahren,

will sich mir im Nachhinein

etwas ganz Besonderes offenbaren.

Doch, oh Weh, ich lass es sein.

 

Und so bedenke ich mich,

gebe dabei Ruhe,

es ist gut für sich.

Da öffnet sich des Zaubers Truhe.

 

Es gibt was zu sehen,

hört, Leute hört.

Alles will da bereitstehen

und ist wie betört.

 

Es rufen und raunen die Menschen in Scharen.

Ja, bald wird sich es offenbaren.

Der Schatz, welch ein Glück.

Heda, tritt mal etwas zurück.

 

So ist wie benommen ein jeder, welcher das kann.

Es überkommt die Leute ein frohes Lachen, Mann für Mann.

Derweil entweichen sieben Sachen aus dieser Kiste.

Wartet kurz. Hier ist die Liste:

 

Ein Zebra, groß wie ein Elefant.

Es wackelt bald lustig durch das ganze Land.

Ein Gnu im Kanu, paddelnd um die Wette,

mit einer Gazelle, die wiederum auf einer Palette.

 

Da haben wir schon gut die Hälfte dieser paar Dinge ausgepackt.

Und was ist da noch drin für ein Schabernack?

Tja, was hat da noch darinnen zu sein?

Oh ja, die Welt ist ja wirklich so klein.

 

Und überdies noch das und jenes,

jetzt habe ich es ausgesprochen.

Ein Schauer, der mir dabei den Rücken ist empor gekrochen,

und mich nun doch macht sehr erfreut.

 

Liebe Leute von Heut,

was habt ihr nicht alles für euch!

So vieles ist euch gegeben.

Lasst es doch leben.

 

Nehmt nicht den Zunder und auch nicht den Speck,

brennt es nicht nieder, denn sonst ist es weg.

Lasst es doch einfach auch einmal bleiben.

Was danach kommt, das wird sich schon zeigen.

 

Offenburg, den 13.04.2018

Mathias SchneiderSerie Multiversum - Bild 3

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